Mittwoch, 25. Mai 2016

Paprika-Chili-Pesto

Wir Zuckerpuppen von der Rettungstruppe (und natürlich auch die Herren) haben uns für diesen Monat wieder auf ein Thema geeinigt: Pesto.

Herr Sakriköstlich und ich essen so gut wie nie Pesto und nachdem mein letzter Versuch, ein Bärlauch-Pesto, kläglich gescheitert ist, waren wir zunächst sehr unschlüssig wie und ob wir das Thema angehen sollen. 
Da wir aber sehr gerne rumprobieren und auch nicht gleich aufgeben haben wir einen neuen Versuch gewagt. So entstand etwas, dass Herr Sakriköstlich nur noch als "Besto-Pesto" bezeichnet und auch mal glücklich und versonnen lächelnd aus dem Glas löffelt. 
Bei unseren Recherchen bin ich auf eine interessanten Textauschnitt bei Wiki gestoßen, den ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten will und der meiner Meinung nach gut zum Grundgedanken der Rettungen passt:


"Industriell gefertigtes Pesto ist pasteurisiert oder durch Konservierungsstoffe haltbar gemacht. Frisch wird es als Delikatesse vertrieben. Pesto ist ein typisches Beispiel für Food Design. Bei der Mehrzahl der Produkte werden teure Zutaten des klassischen Rezeptes ganz oder teilweise durch billigere, ähnlich schmeckende Rohstoffe ersetzt und der renommierte Name bei teils irreführender Bebilderung trotzdem verwendet. Üblich ist der Ersatz von Basilikum durch Petersilie, von Pinienkernen durch Cashewnüsse, von Parmesan oder Percorino durch Grana Padano oder anderen Hartkäse sowie des Olivenöls durch Sonnenblumenöl oder andere Pflanzenöle. Hinzu können Kartoffelflocken oder Bohnen sowie Aromastoffe, Säuerungs- und Konservierungsmittel kommen."  
(https://de.wikipedia.org/wiki/Pesto)
Gut, wir verwenden in diesem Rezept auch Cheshewkerne, aber wir folgen dennoch sehr gerne dem Grundsatz: diy - dann weißt du, was du isst. In diesem Sinne möchten ich euch Herrn Sakriköstlichs Besto-Pesto nicht länger vorenthalten.

Paprika-Chili-Pesto




Zutaten (für 4-6 Portionen):

3 rote Spitzpaprika
20g Cheshewkerne, grob gehackt
1/2 Zwiebel, fein gewürfelt
5 Basilikumblätter
1 Knoblauchzehe
1/3 Chilischote, fein gewürfelt
65g Ricotta
20g Percorino (gerieben)
30g Chiliöl (natürlich selbstgemacht, das Rezept findet ihr hier)
70g Olivenöl
Salz, Pfeffer


Zubereitung:

Den Backofen auf 170°C vorheizen. Die Spitzpaprika waschen, trockentupfen und den Strunk entfernen. Dann halbieren, entkernen und mit der Unterseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Die Paprika dürfen nun für ca. 20 Minuten im Backofen bleiben und werden rausgeholt, wenn die Oberseite dunkle Blasen wirft. Ein nasses Kuchentuch über die Paprika legen und etwas warten. Dann die Paprika schälen.

Die Cheshewkerne in einer Pfanne ohne Zugabe von Öl rösten. Kurz bevor die Kerne aus der Pfanne genommen werden, die Zwiebel mitdünsten. Die Pfanne vom Herd nehmen und alles auskühlen lassen.

Alle Zutaten in den Mixer geben und mixen. Zum Schluss mit Pfeffer und Salz abschmecken. Fertig! Das war der ganze Zauber, kurz und schmerzlos.




Fazit:

Uns hat das Pesto wirklich sehr gut geschmeckt und wir sind froh, dass wir an der Rettung teilgenommen haben. Manchmal muss man einfach einen zweiten Versuch wagen. Deshalb machen wir sehr gerne bei #wirrettenwaszurettenist mit, denn wir finden eigentlich immer was, von dem wir denken, dass wir es eigentlich nicht so gerne mögen und lesen dann bei unseren Kollegen zahlreiche Rezepte von denen wir dann denken "Mensch das wär auch mal was". Falls ihr möchtet findet ihr die Rettungsgruppe auch bei Facebook. Und hier auch noch mal unseren Dank an Sina und Susi die Gründerinnern der Rettungstruppe. 


Hier findet ihr weitere Pestorezepte:

- Aus meinem Kochtopf - Spargel mit Spargelpesto
- Dynamite Cakes - Süßes Minz-Pesto mit Kokos
- Obers trifft Sahne - Spargel mit Radieschen Pesto
- SweetPie - Pesto alla Genovese
- Prostmahlzeit - Rucola-Pesto
- 1x umrühren bitte aka kochtopf - Pesto mit Rüebligrün (Karottengrün)
- Giftigeblonde - Radieschenblätter Pesto
- Katha-kocht! - Tomate-Mozzarella mit Basilikumpesto
- Cuisine Violette - Grünes Spargelpesto mit Kräutern
- multikulinarisches – Mit Giersch-Pesto gefüllte Champignons und Polenta aus dem Backofen
- Brittas Kochbuch - Zucchini-Minze-Pesto
- Unser Meating - Klassisches Pesto alla genovese (mal nicht zu Pasta)
- Küchenliebelei - Süßes Mandelpesto mit Rum
- kebo homing - Erdbeertartelettes mit süßem Minzpesto
- Meins! Mit Liebe selbstgemacht - Pesto Rosso
- Barbaras Spielwiese - Liebstöckel-Pesto
- auchwas - Rosenblüten-Minz-Pesto
- LanisLeckerEcke - Möhrenpesto
- Bonjour Alsace -Grandioses Spargelpesto

Kommentare:

  1. Dein Rezept liest sich wirklich nach einem "Besto-Pesto" ;-)

    AntwortenLöschen
  2. Super Rezept! Ich bin so begeistert, jetzt wird es in nächster Zeit noch mehr Pesto bei uns geben.
    Liebe Grüße und einen schönen Tag.
    Ingrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist leider ein "Nachteil" an den Rettungen. Ich denke nur an die Pfannkuchen- und die Kartoffelrettungen.

      Löschen
  3. Ich liebe Cashewkerne, deshalb landen die bei mir IMMER im Pesto (so ich denn eines mache, ich bin auch kein großer Fan davon...). Mit Pinienkernen kann ich mich einfach nicht anfreunden *seufz* Das Paprika-Chili-Pesto klingt toll, ich kann es mir direkt super als Brotaufstrich vorstellen - direkt abgespeichert.

    LG Jette

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Durch die Rettungen probiert man wirklich immer wieder was Neues aus. Das find ich super :)

      Löschen
  4. ein schönes farbenfrohes Pesto und ich bin ganz bei Euch,..ich habe auch was anderes verwendet, nicht mal Nüsse...ggggg :-) wichtig es geht um das SELBERMACHEN und das haben wir alle getan!

    Danke fürs Mitmachen!
    lg. Sina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das stimmt, dennoch finde ich den Fooddesignaspekt wirklich interessant. Das wird ja auch nicht nur bei Pesto angewandt.

      Löschen
  5. Super Idee, ich schmecke das schon so auf einem Teller Spaghetti.... Pesto ist so wunderbar vielfältig.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das stimmt, wenn ich so die anderen Rezepte sehe, dann kann Pesto wesentlich mehr, als nur immer die gleiche Variante :)

      Löschen
  6. Sehr cool.
    Ich nehm das Glas.
    Ihr müsst leider eine neue Portion zubereiten.

    Mit leckerem Gruß, Peter

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist nur im Tausch gegen eine Portion von deinem Pesto möglich :)

      Löschen
  7. Ohja, ein Paprika-Chili-Pesto klingt auch wirklich gut! Leider würde ich meinem Freund damit keine große Freude machen. Mal schauen ob sich trotzdem eine Gelegenheit ergibt, das mal zu probieren! :)
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die gibt es immer. Vielleicht kannst du das Pesto als eine Art Brotaufstrich tarnen oder mit ins Brot einbacken??

      Löschen
  8. Ich finde Cashewnüsse nicht minderwertiger als Pinienkerne und kann deshalb gut verstehen dass Ihr es Besto-Pesto getauft hat.
    Durch den Ricotta wird es glaube ich auch richtig geschmeidig und kann auch gut als Brotaufstrich verwendet werden.
    Gruß,
    Alexandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt, man könnte es auch als Brotaufstrich verwenden. Das ist gar keine schlechte Idee.
      Liebe Grüße, Tanja

      Löschen
  9. Rote Paprika, Chili und Cashewkerne - das muss einfach schmecken! :-)

    Ja, ich mag das auch, doch mal wieder ein Thema, mit dem man sich beschäftigt, zu dem man sich informiert und am Schluss meist ein Beitrag, der einem wieder den Horizont geöffnet hat.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das stimmt. Deshalb finde ich die Rettungsgruppenthemen und auch andere Blogevents so genial, weil man meistens über seinen eigenen Tellerrand hinausblickt und was Neues ausprobiert.
      Liebe grüße, Tanja

      Löschen
  10. Cashews verwende ich auch viel lieber als Pinienkerne, davon hab ich meistens immer welche vorrätig. So n bissele Wums von der Chili ist echt klasse :) Lg, Miriam

    AntwortenLöschen
  11. Euer Besto-Pesto siht nicht nur schnuckelig aus, sondern würde mir auch sehr gut schmecken. Schöne Idee! Mir geht es auch manchmal so, dass mich die Rettungstruppe quasi animiert, aus gewohnten Routinen auszubrechen und Dinge anzupacken, mit denen man entweder kein so gutes Händchen hatte oder die man schlicht und ergreifend – aus welchem Grund auch immer – noch nie probiert hat. Wäre doch schade, wenn Pesto-Besto nie das Licht der Welt erblickt hätte.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das stimmt. Deshalb versuchen wir immer dabei zu sein. Ausserdem macht es auch Spaß zu sehen, was andere zum selben Thema zusammenbasteln.
      Liebe Grüße, Tanja

      Löschen
  12. Das sind die Feinheiten, die tolle Köche ausmachen, wenn die Paprika gegrillt werden und die Haut abgezogen! So muss das Pesto das Beste werden.

    Danke, dass du Sina und mich extra erwähnt hast. Wir freuen uns da immer sehr drüber. :)

    AntwortenLöschen
  13. Pesto rosso at its best!
    Klingt super lecker und es müssen ja nicht immer Pinoli sein ;-)
    Liebe Grüße,
    Kebo

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke schön. Finde deine Tartelettes auch sehr gut ;)
      Liebe Grüße, Tanja

      Löschen
  14. Das klingt super lecker, ich mache meistens "grünes Pesto" und freue mich besonders über Alternativen :)
    Lg Jeanette

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das stimmt, man tendiert sehr häufig zu grünem Pesto. Komisch, obwohl ich eher der rote Saucen Fan bin.

      Liebe Grüße, Tanja

      Löschen